Server-Side Tracking bezeichnet eine Architektur, bei der Messdaten zuerst einen Server des Website-Betreibers erreichen und erst von dort an Analytics-Systeme und Werbeplattformen weiterfließen. Der Unterschied zum client-seitigen Tracking liegt im Gesprächspartner des Browsers. Beim client-seitigen Tracking lädt der Browser die Skripte direkt von google-analytics.com oder connect.facebook.net und sendet die Ereignisse dorthin. Beim Server-Side Tracking spricht der Browser ausschließlich mit einer Subdomain der besuchten Website.
Taxonomisch gehört Server-Side Tracking zum Bereich der datenschutzkonformen Web-Analyse. Drei Umsetzungsvarianten stehen zur Wahl: die First-Party-Tracking-Domain mit einem schlanken Endpunkt, der Server-Side Google Tag Manager (sGTM) mit eigenem Tag-Container, sowie die direkte Server-zu-Server-Anbindung über Schnittstellen der Werbeplattformen. Die drei Varianten unterscheiden sich im Aufwand deutlich, im erzielten Datengewinn dagegen weniger stark als oft angenommen.
Schröder Data Solutions ordnet die Wahl der Variante nach dem Verhältnis aus Wirkung und Aufwand. Für mittelständische B2B-Unternehmen mit gewachsenen Websites liefert die First-Party-Tracking-Domain in den meisten Projekten den größten Teil des Nutzens bei einem Bruchteil des Aufwands.






