Ein Dashboard ist kein Selbstzweck. Es ist ein Werkzeug, um Entscheidungen schneller, sicherer und auf besserer Datenbasis zu treffen. Genau hier scheitern die meisten Reporting-Projekte in mittelständischen Unternehmen: Sie entwickeln meistens Dashboards, die niemand öffnet, weil sie entweder zu viele Informationen zeigen, die falschen Informationen liefern oder die falsche Flughöhe besitzen.
Aus meiner Erfahrung aus den letzten Jahren von B2B-Projekten, lassen sich drei Qualitätsmerkmale ableiten, an denen du erkennst, ob ein Dashboard funktioniert:
Erstens muss das Übersichts-Dashbaord in der Lage sein, dir innerhalb von 30 Sekunden einen überblick zu verschaffen. Wer länger braucht, wird das Dashboard nicht regelmäßig nutzen.
Zweitens muss jede Kennzahl an eine konkrete Entscheidung gekoppelt sein. Eine Zahl, die niemand interpretiert, ist überflüssig und lenkt nur ab.
Drittens muss die Datenherkunft jeder Zahl dokumentiert sein, sonst beginnt jede Diskussion mit der Frage, ob die Zahl stimmt, statt mit der Frage, was sie bedeutet.
Auch wenn diese drei Kriterien banal klingen, in der Praxis werden sie ständig ignoriert. Meist, weil ein Dashboard nicht strategisch konzipiert wurde, sondern aus einer Sammlung verfügbarer Datenquellen entstanden ist. Genau das ist der Unterschied zwischen Reporting und Berichten: Reporting beantwortet Geschäftsfragen, Berichte zeigen Zahlen.





